Starke Innsbrucker Präsenz beim „Austrotransplant“ Kongress

Von 20. bis 22. Oktober veranstaltete die Österreichische Gesellschaft für Transplantation, Transfusion und Genetik ihre 34. Tagung in Spielfeld (Steiermark). Die ExpertInnen der Univ.-Klinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie an der Medizinischen Universität Innsbruck waren beim diesjährigen „Austrotransplant”-Kongress prominent vertreten.

Preise, Poster und eine ganze Reihe von Vorträgen – beim Austrotransplant-Kongress, der von 20. bis 22. Oktober unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen in Präsenz über die Bühne gehen konnte, kam niemand an den Innsbrucker TransplantationsmedizinerInnen vorbei. Für Dietmar Öfner-Velano, Direktor der Univ.-Klinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie (Direktor: Dietmar Öfner-Velano) zeigt dies erfreulich, dass die Bemühungen der Medizinischen Universität Innsbruck im Bereich der Transplantationsmedizin Früchte zeigen und gerade für junge ChirurgInnen einen äußerst attraktiven Boden bereitet haben. „Der Standort Innsbruck zieht national und international hohe Aufmerksamkeit auf sich und erhält viel Anerkennung, die beim Kongress durch die Preise, den Forschungsgrant und eine große Anzahl an ausgewählten Abstracts sichtbar wurde. Wir haben außerdem keine Nachwuchssorgen. Dies ist den Anstrengungen und Investitionen, insbesondere der Unterstützung des Rektorats, zu verdanken“, betont Öfner-Velano. Konkret verweist er hierbei auf die Entwicklung und Einrichtung des organLifeLabors an der Klinik, die Etablierung neuer Untersuchungsmethoden und die Anschaffung von Perfusionsmaschinen. „Im Kontext all dieser Möglichkeiten können sich unsere Jungforscherinnen und –forscher entwickeln.“

Beim Kongress wurde Rupert Oberhuber für sein Projekt „Machine perfusion of metastatic livers: establishing a highly promising ex vivo tumor model“ mit dem Forschungsgrant der Christine Vranitzky Stiftung in Höhe von 60.000 Euro für die kommenden zwei Jahre ausgezeichnet. Den Posterpreis 2021 durfte Andras Meszaros für die Arbeit „Mitochondrial respiration during normothermic machine perfusion of the liver predicts clinical outcome after transplantation” entgegennehmen. An seiner Studie hatten sich mit Julia Hofmann, Margot Fodor, Florian Nardin, Madita L. Buch, Giorgi Otarashvili, Martin Hermann, Thomas Resch, Benno Cardini, Annemarie Weißenbacher, Theresa Hautz, Jakob Troppmair, Dietmar Öfner, Rupert Oberhuber und Stefan Schneeberger durchwegs MitarbeiterInnen der Innsbrucker Uniklinik beteiligt.

Darüber hinaus präsentierten sich die Innsbrucker auch noch mit Abstract-Vorträgen und Poster, darunter sieben Arbeiten mit hochauflösender Respirometrie für mitochondriale Funktionsdiagnostik:

Mitochondrial respiration during normothermic machine perfusion of the liver predicts clinical outcome after transplantation (Andras T. Meszaros et al.)

Bioenergetic function and tissue viability in human livers during prolonged ex vivo liver normothermic machine perfusion (Julia Hofmann et al.)

Tissue viability and mitochondrial respiration during static cold storage of the liver predicts outcome of the transplantation (Andras T. Meszaros et al.)

Mitochondrial respiration analysis reveals donorspecific alterations of liver allografts prior to transplantation (Melanie Schartner et al.)

Analysis of mitochondrial respiration during normothermic machine perfusion of the porcine liver for viability testing (Julia Hofmann et al.)

Mitochondrial respiration of DCD and DBD liver allografts during normothermic machine perfusion (Madita L. Buch et al.)

Hypothermic and cryopreservation of small liver biopsies for high-resolution respirometry (Alexander Kofler et al.)

Investigation of chronic rejection in a rat model of orthotopic hindlimb transplantation (Franka Messner et al.)

Impact of awake versus sedated ECMO bridge-to-transplant strategies on early and long-term outcome after lung transplantation. (Florian Ponholzer, Universitätsklinik für Thoraxchirurgie, Medizinische Universität Wien)

Immune cell profiling during normothermic machine perfusion of human liver allografts (Margot Fodor et al.)