Innsbrucker Notarztstützpunkt an erster Ste

Hervorragendes Abschneiden des Notarztstützpunktes Innsbruck im internationalen Vergleich bestätigt den jahrelangen Ausbau des Qualitätsmanagements.

Bildnachweis:Portrait: Lamprechter;Fotos: tirol kliniken

(VNT). Seit Mai 2013 nimmt dasNEF (Notarztstützpunkt Innsbruck)am größten deutschsprachigen Register(Deutsches Reanimationsregister GRR)zur Qualitätssicherung in der präklinischen Notfallmedizin teil und zwar alsersternichtdeutscherStützpunkt. „Das exzellente Ergebnis des Notarztstützpunkt Innsbruck im internationalen Vergleich hebt die hochqualitative und ausgezeichneteNotfallversorgung am Standort hervor. Dazu darf ich herzlich gratulieren und michfür den äußerst engagierten Einsatz aller Beteiligten bedanken“, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, der erläutert, dass das deutsche Reanimationsregister eines der zukunftsweisenden Instrumente zur Optimierung der Notfallversorgung für PatientInnen mit Herz-Kreislauf-Stillstand ist. Mittlerweile nehmen 9 nicht deutsche Zentren, davon 7 österreichische,teil.

Überlebensrate in den ersten 30 Tagen

In dieser Jahresstatistik stellt sich dasNEF Innsbruck dem direkten Vergleich mit weiteren 32 Zentren, die sich als Referenzdaten-Zentren wegen besonderer quantitativer, qualitativer sowie innerklinischer Weiterversorgungsdaten der 88 teilnehmenden Zentren auszeichnen.Ins Auge springen neben vielen anderen, vor allem zwei Positionen, bei denen dasNEF Innsbruck 2019 zum zweiten Mal nach 2014 exzellente Daten vorweistund sich an die erste Stelle stellt: Die Überlebensrate der ersten 30 Tage nach einer Wiederbelebung und die hohe Rate durchgeführterWiederbelebungsmaßnahmendurch Ersthelfer.Als Gründefür die hohe Überlebensrate des ersten kritischen Zeitraumesführt Michael Baubin, Bereichsoberarzt Notfallmedizin an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin,eine sehr hohe Ersthelferanimationsratean. Außerdemsind die kurzenEintreffzeiten der Einsatzfahrzeugezu erwähnen, ebenso wiedie Tatsache, dass der Notarztstützpunkt und die Innsbrucker Klinik mitten in der Stadt gelegen sind und last but not least derhohe professionelle Standard der NotärztInnen, des Rettungsdienstesundder Leitstelle Tirol.

60% der Fälle werden durch die Leitstelle Tirol angeleitet

Seit 15 Jahren wird das Qualitätsmanagement des NEF Innsbruck stetig aufgebaut und verbessert.Wiederbelebungsmaßnahmendurch Ersthelferwurden2019 in fast 60% der Fälle durch die Leitstelle Tirol angeleitet, wurden aber auch bei über 40% der Fälle unabhängig von einer Anleitung durchgeführt;wobei es sich bei „Ersthelfern “sowohl um PassantInnen, Angehörigealsauch um beruflich anwesende MitarbeiterInnendes Gesundheitswesens (SanitäterInnen, Rettungsdienst, Pflege, ÄrztInnenprivat etc.)handelt.Für einen positiven Ausgang einer Reanimation und einer damit verbundenen relativ hohen Überlebenschance gibt es für Baubin vor allem einen Faktor: „Der unverzügliche Beginn der Herzdruckmassagendurch den Ersthelfer.“
Zahlen zu Reanimationsversuchenin Tirol(bodengebundene Notarztstützpunkte):2019 wurden in Tirol an 482 PatientInnen (2018: 470) Reanimationsversuche durchgeführt, dabei in32,0% anFrauen (2018in33,8%).174 Personen (36,1%) waren zum Zeitpunkt der Reanimation unter65 Jahre alt, davon waren 24,1% Frauen.2019 wurden an 240 PatientInnen (2018: 230) keine Reanimationsversuche mehr durchgeführt.

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