Karfreitag 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie

Das Wort Karfreitag hat seinen Ursprung im althochdeutschen Wort „kara“, das soviel wie Trauer, Kummer, Wehklage heißt. Gedacht wird am Karfreitag an Jesus Christus, der am Kreuz gestorben ist. Gefeiert wird der Karfreitag mindestens seit dem zweiten Jahrhundert. Bis heute gilt er in der katholischen Kirche als strenger Fasttag, an dem die Gläubigen kein Fleisch zu sich nehmen und sich nur einmal sättigen sollen.

„Im Mittelpunkt steht die Leidensgeschichte Jesus“

Im Mittelpunkt der Feier am Karfreitag steht die Leidensgeschichte Jesu. Der am Karfreitag in vielen Pfarren gegangene Kreuzweg beschreibt dabei die Stationen des Leidens Jesu, von seiner Verurteilung bis zur Grablegung. Die Karfreitagsliturgie findet im Idealfall um 15.00 Uhr, der Sterbestunde Jesus, statt. Es ist ein von Stille geprägter Gottesdienst, so wird nur a capella gesungen und es läuten keine Glocken.

Am Karfreitag gedenken die Christen an den Tod Jesu am Kreuz. Er ist vielleicht der traurigste aber gleichzeitig einer der wichtigsten Tage im Kirchenjahr, denn Jesus hat durch sein Leiden und Sterben die Menschen erlöst. Seinen Namen hat der Karfreitag von dem althochdeutschen Wort „kara“, das Wehklagen bedeutet.

Am Karfreitag gibt es keine Heilige Messe, es darf keine Eucharistiefeier statt finden. In vielen Pfarren wird auch auf die Kommunionfeier verzichtet, denn am Todestag Jesu soll der Mensch es aushalten den Leib Christi nicht empfangen zu können. Ein wichtiger Bestandteil der Karfreitagliturgie sind die Großen Fürbitten, in denen Gott für seine Erlösungstat gedankt und um die Erlösung aller Menschen, auch jener die nicht an ihn glauben, gebetet wird. Die Messgewänder der Priester am Karfreitag ist rot wie an den Märtyrertagen.

„Im Kreuz ist Heil“

Die Passion Christi ist das zentrale Element des Gottesdienstes. Sie wird, zumeist mit verteilten Rollen, aus dem Johannesevangelium gelesen. Ein weiteres Element ist die „Verehrung des Kreuzes“, dabei enthüllt der Priester entweder ein Kreuz, oder er trägt ein Kreuz vom Eingang der Kirche in den Altarraum, wobei er dreimal den Ruf zur Erhebung singt: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“ oder „Im Kreuz ist Heil. Im Kreuz ist Leben. Im Kreuz ist Hoffnung.“ In vielen Kirchen wird am Ende des Karfreitagsgottesdienstes Jesus Christus in ein Grab gelegt. Das Grab ist meist an einem Seitenaltar aufgebaut und die Gläubigen sind dazu eingeladen, am Grab zu wachen und zu beten.

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