Klinik Innsbruck: Einsatz von BodyCams startet

MitarbeiterInnen des Sicherheitsdienstes in den Einrichtungen der tirol kliniken werden ab Montag, 7. Mai 2018, mit sogenannten „BodyCams“ unterwegs sein. Die kleinen Videokameras zeichnen kritische Situationen im Einsatzfall auf

Foto (tirol kliniken/seiwald)

(VNT). Der Einsatz der Geräte ist streng geregelt und im Vorfeld auch mit den Betriebsräten der tirol kliniken, also auch des Sicherheitsdienstleisters akkordiert. Ziel ist sowohl die Prävention, als auch die Beweissicherung. Jede/r MitarbeiterIn des Sicherheitsdienstes wird ab Montag eine BodyCam tragen. Die Geräte sind deutlich gekennzeichnet und grundsätzlich ausgeschaltet. Wenn es im Rahmen der Einsatztätigkeit zu einer kritischen Situation kommt, dann werden die handelnden Personen zuerst über den Einsatz der Kameras informiert. Wenn die Situation dadurch nicht entschärft wird, dann informiert der Sicherheitsdienst ein zweites Mal und schaltet das Gerät ein. Ab dann werden Bild und Ton aufgezeichnet und die gefilmten Personen können auf einem kleinen Bildschirm selbst die Aufzeichnung verfolgen. Ihr Verhalten wird ihnen also sprichwörtlich „vor Augen geführt“. „Alleine diese Tatsche kann schon zur Deesk alation der Situation beitragen. Sollte es aber tatsächlich hart auf hart kommen, dann können die Aufnahmen natürlich auch als Beweismittel verwertet werden“, erklärt Jürgen Schreiber, Security-Manager der Innsbrucker Klinik.

Gespeichert werden die Aufnahmen fünf Tage lang in verschlüsselter Form. Eine Auswertung erfolgt nur im Vieraugen-Prinzip und sollten MitarbeiterInnen zu sehen sein, muss der Betriebsrat anwesend sein.

Infos:
Im Jahr 2016 kam es zu 927 hilfeleistenden Einsätzen durch MitarbeiterInnen des Sicherheitsdienstes. Im Jahr 2017 waren es 761. Der Rückgang erklärt sich vor allem durch eine gesteigerte Präsenz des  Sicherheitsdienstes. Im Jahr 2016 wurden dabei sechs SicherheitsmitarbeiterInnen verletzt, im Jahr darauf waren es drei. Dieser Rückgang ist auf intensivere Schulungsmaßnahmen zurückzuführen. Dennoch muss in den letzten Jahren ein Anstieg der Gewaltbereitschaft registriert werden.In der Innsbrucker Klinik sind aktuell vier Sicherheitsmitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Im Landeskrankenhaus Hall ist es einer. Je nach Sicherheitslage kann diese Zahl natürlich erhöht werden.

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