Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren

Zum Weltnierentag am 9. März warnen Mediziner vor dem gefährlichen Wechselspiel von Nierenerkrankungen und Übergewicht

„Nierenerkrankung und Übergewicht“ ist das Motto des heurigen Weltnierentages am 9.3.2017. International wird dieser Tag immer am 2. Donnerstag im Monat März ausgerufen. Der Weltnierentag wurde 2006 ins Leben gerufen und steht seither jedes Jahr unter einem besonderen Motto, an dem sich die Aktivitäten der nationalen Organisationen orientieren. In Österreich finden vor allem Veranstaltungen organisiert durch die Nierenselbsthilfevereine gemeinsam mit den örtlichen Nephrologien in den Bundesländern statt.

Die Sensibilisierung und das Bewusstsein für die Risiken von Übergewicht und einem gesunden Lebensstil, einschließlich der richtigen Ernährung und Bewegung kann viel bewirken. Seitens der Vertreter von  Selbsthilfevereinen kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie wichtig ein gesunder Lebensstil (viel Bewegung und gesunde Ernährung) für Nierenkranke ist. Weltweit sind bereits 600 Millionen Menschen übergewichtig. Vor allem in den Industrieländern haben wir mit Wohlstandserkrankungen zu kämpfen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden Menschen treffen. Besonders gefährdet sind allerdings übergewichtige Menschen. Immer mehr Menschen werden nierenkrank, weil sie Diabetes oder Bluthochdruck haben. Das sind mittlerweile zwei Drittel aller Dialyse-Patienten. Als Ursprung sehen die Mediziner das Übergewicht an. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierenschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren verzehnfacht. Ab einem Alter von 45 Jahren nimmt die Nierenfunktion auch bei gesunden Menschen kontinuierlich ab. Mit 85 Jahren hat jeder nur noch eine rund 70-prozentige Nierenleistung. Wer seine Niere schützen will, sollte auf eine gesunde Lebensführung achten. Das bedeutet: Nicht rauchen, nicht übergewichtig werden und für ausreichend Bewegung sorgen. Die Niere ist außerdem ein eher stilles Organ. Sie tut einem einfach nicht weh. Jeder denkt an sein Herz, weil Herzinfarkte akut lebensbedrohlich sind, aber Nierenerkrankungen kommen heimlich still und leise, wie mein eigenes Schicksal beweist.

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