Zweite europäische Studie zur Versorgung von Reanimationspatienten

Der plötzliche Herztod ist eine der führenden Todesursachen in Europa

(VNT). Um die Forschung im Bereich der Reanimation auf eine gemeinsame europäische Datenbasis zu stellen und dadurch evtl. auch langfristig das Überleben nach einem außerklinischen Herzkreislaufstillstand zu verbessern starten im Oktober 2017 29 europäische Reanimationsregister, nach EuReCa ONE im Oktober 2014, die zweite gemeinsame Studie. Gerade in Hinblick auf die Rettungsdienststruktur unterscheiden sich die europäischen Staaten deutlich. Aber auch in Bezug auf die konkrete Versorgung des Herz-Kreislauf-Stillstandes bestehen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. So liegt die Ersthelferreanimationsquote in Österreich – soweit Daten zur Verfügung stehen – zurzeit bei 34% im Vergleich dazu in den skandinavischen Ländern teilweise bei über 60%. Nach den Erkenntnissen aus der EuReCa ONE Studie, ist der Studienzeitraum der EuReCa TWO Studie auf drei Monate verlängert. Die Datenerfassung erfolgt vom 01.10.2017 bis zum 31.12.2017. „Im Rahmen der EuReCa TWO Studie sollen Daten zum Outcome, aber auch zur Struktur- und Prozessqualität der präklinischen Reanimation gesammelt und analysiert werden. Des Weiteren liegt ein wesentlicher Fokus von EuReCa TWO auf dem Gewinn weiterer Erkenntnisse zum Thema Ersthelferreanimation und dem Rettungsdienstsystem-Vergleich.

Um eine einheitliche Definition der Ersthelferreanimation zu erreichen, wurde hierzu eine Vorstudie unter den 29 partizipierenden Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse daraus werden in den kommenden Monaten publiziert“, sagt PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner europaweiter Studienleiter der EuReCa TWO Studie, Kiel.
Für Österreich organisiert der Österreichische Rat für Wiederbelebung (ARC) die Teilnahme an der EuReCa TWO Studie des European Registry of Cardiac
Arrest des European Resuscitation Councils (ERC). Neben dem ERC unterstützen die Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten wesentlich die Durchführung der EuReCa TWO Studie.
„Wir freuen uns, dass auch bei der EuReCa TWO Studie wieder rund 30 Rettungsdienstbereiche an der Studie teilnehmen werden“, sagt Prof. Michael Baubin, Innsbruck, Nationaler Koordinator für Österreich.

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